Der Anblick ist unglaublich.
Wir stehen praktisch unmittelbar neben dem Wasserfall in einer natürlichen Felsschlucht. Das Wasser donnert herunter, die Felsen um uns herum sind nass und dunkel und überall liegt feiner Sprühnebel in der Luft. Durch die besondere Lage wirkt der Ort vollkommen anders als ein klassischer Aussichtspunkt. Es fühlt sich vielmehr so an, als würde man einen versteckten Wasserfall entdecken, der sich erst zeigt, wenn man tatsächlich in die Schlucht hineingeht.
Genau diese Nähe macht den Gljúfrabúi für uns zu einem der außergewöhnlichsten Orte der gesamten Island-Reise. Natürlich gibt es auf Island unzählige Wasserfälle. Doch nur bei wenigen kann man so unmittelbar daneben stehen und die Kraft des Wassers aus nächster Nähe erleben.
Wer gerne fotografiert, findet hier außerdem ein unglaublich spektakuläres Motiv. Besucher können sich auf einen größeren Felsen direkt vor dem Wasserfall stellen und werden dadurch regelrecht von der Landschaft eingerahmt. Man muss allerdings damit rechnen, komplett nass zu werden. Eine Regenjacke, wasserfeste Schuhe und ein Schutz für empfindliche Kameraausrüstung sind hier definitiv sinnvoll.
Nach diesem Erlebnis steht für uns fest: Die ungefähr zweistündige Fahrt hat sich vollkommen gelohnt.
Für uns gehört dieser Ort zu den absoluten Highlights unserer Reise. Gerade weil wir zunächst gar nicht genau wussten, was uns erwartet, ist die Begeisterung umso größer. Die Möglichkeit, einem Wasserfall derart nahe zu kommen, macht diesen Ausflug zu einem Erlebnis, das sich deutlich von einem normalen Fotostopp unterscheidet.
Nachdem wir wieder draußen sind, brauchen wir allerdings dringend etwas Warmes. Wir waren lange in der Kälte und Nässe unterwegs und entsprechend gut tut jetzt eine heiße Mahlzeit. Wir entscheiden uns für eine typisch isländisch anmutende Fleischsuppe mit Gemüse. Für eine Portion werden rund 14 Euro fällig – wieder einmal kein Schnäppchen, aber an einem touristischen Ort in Island auch keine große Überraschung.
Nach dem nassen Abenteuer schmeckt die warme Suppe dafür umso besser. Fleisch, Gemüse, Kohl und Karotten sorgen für genau die richtige Stärkung, bevor wir uns später wieder auf die lange Rückfahrt zu unserer Unterkunft machen.
Langsam wird uns dabei bewusst, dass unsere Island-Reise tatsächlich ihrem Ende entgegengeht. Schon am nächsten Morgen müssen wir früh aufstehen. Gegen acht Uhr soll der Mietwagen zurückgegeben werden und kurz danach geht es bereits zum Flughafen. Von Island werden wir über Kopenhagen zurück nach Deutschland fliegen.
Damit bleibt nicht mehr viel Zeit.
Eigentlich hätten wir gerne noch einen berühmten isländischen Hotdog probiert, doch inzwischen ist es fast 21 Uhr und viele Möglichkeiten schließen bereits. Also bleibt es an diesem Abend bei der warmen Suppe. Nach diesem Tag können wir uns darüber allerdings kaum beschweren.
Beim abschließenden Fazit überwiegt ganz klar die Begeisterung. Natürlich ist es schade, dass unsere große Mission rund um die totale Sonnenfinsternis aufgrund der Wolkendecke nicht so verlaufen ist, wie wir es uns ursprünglich erhofft hatten. Wir sind schließlich genau wegen dieses Ereignisses nach Island gekommen und haben viel Zeit in die Vorbereitung investiert.
Doch diese Reise hat uns gleichzeitig gezeigt, dass Island viel mehr zu bieten hat als ein einziges Naturereignis.
Wir haben geothermale Landschaften erlebt, sind durch endlose Vulkanfelder gefahren, haben spektakuläre Küsten und Klippen gesehen und standen schließlich so nah an gewaltigen Wasserfällen, dass wir komplett durchnässt wurden. Viele dieser Erlebnisse waren vorher überhaupt nicht der eigentliche Grund unserer Reise – und genau sie werden uns vermutlich besonders lange in Erinnerung bleiben.
Gljúfrabúi und die benachbarten Wasserfälle sind dafür das perfekte Beispiel. Von außen kann ein Wasserfall auf Bildern beeindruckend aussehen. Doch erst wenn man selbst über die nassen Steine steigt, das Rauschen immer lauter wird, die Gischt im Gesicht spürt und schließlich direkt zwischen den Felswänden vor den herabstürzenden Wassermassen steht, versteht man, warum solche Orte Menschen aus der ganzen Welt nach Island ziehen.
Unser letzter voller Tag wird damit zu einem würdigen Abschluss dieser Reise.
Und eines steht nach diesen Tagen definitiv fest: Island möchten wir wiedersehen.
Es gibt noch unzählige Orte, Landschaften und Regionen, die wir auf dieser kurzen Reise überhaupt nicht besuchen konnten. Vielleicht wird es deshalb irgendwann eine weitere Reise auf diese außergewöhnliche Insel geben. Bis dahin bleibt uns die Erinnerung an eine Reise voller Überraschungen, spektakulärer Natur und Momente, bei denen eigentlich nur ein Wort wirklich passend erscheint: Wow.
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Wir stehen praktisch unmittelbar neben dem Wasserfall in einer natürlichen Felsschlucht. Das Wasser donnert herunter, die Felsen um uns herum sind nass und dunkel und überall liegt feiner Sprühnebel in der Luft. Durch die besondere Lage wirkt der Ort vollkommen anders als ein klassischer Aussichtspunkt. Es fühlt sich vielmehr so an, als würde man einen versteckten Wasserfall entdecken, der sich erst zeigt, wenn man tatsächlich in die Schlucht hineingeht.
Genau diese Nähe macht den Gljúfrabúi für uns zu einem der außergewöhnlichsten Orte der gesamten Island-Reise. Natürlich gibt es auf Island unzählige Wasserfälle. Doch nur bei wenigen kann man so unmittelbar daneben stehen und die Kraft des Wassers aus nächster Nähe erleben.
Wer gerne fotografiert, findet hier außerdem ein unglaublich spektakuläres Motiv. Besucher können sich auf einen größeren Felsen direkt vor dem Wasserfall stellen und werden dadurch regelrecht von der Landschaft eingerahmt. Man muss allerdings damit rechnen, komplett nass zu werden. Eine Regenjacke, wasserfeste Schuhe und ein Schutz für empfindliche Kameraausrüstung sind hier definitiv sinnvoll.
Nach diesem Erlebnis steht für uns fest: Die ungefähr zweistündige Fahrt hat sich vollkommen gelohnt.
Für uns gehört dieser Ort zu den absoluten Highlights unserer Reise. Gerade weil wir zunächst gar nicht genau wussten, was uns erwartet, ist die Begeisterung umso größer. Die Möglichkeit, einem Wasserfall derart nahe zu kommen, macht diesen Ausflug zu einem Erlebnis, das sich deutlich von einem normalen Fotostopp unterscheidet.
Nachdem wir wieder draußen sind, brauchen wir allerdings dringend etwas Warmes. Wir waren lange in der Kälte und Nässe unterwegs und entsprechend gut tut jetzt eine heiße Mahlzeit. Wir entscheiden uns für eine typisch isländisch anmutende Fleischsuppe mit Gemüse. Für eine Portion werden rund 14 Euro fällig – wieder einmal kein Schnäppchen, aber an einem touristischen Ort in Island auch keine große Überraschung.
Nach dem nassen Abenteuer schmeckt die warme Suppe dafür umso besser. Fleisch, Gemüse, Kohl und Karotten sorgen für genau die richtige Stärkung, bevor wir uns später wieder auf die lange Rückfahrt zu unserer Unterkunft machen.
Langsam wird uns dabei bewusst, dass unsere Island-Reise tatsächlich ihrem Ende entgegengeht. Schon am nächsten Morgen müssen wir früh aufstehen. Gegen acht Uhr soll der Mietwagen zurückgegeben werden und kurz danach geht es bereits zum Flughafen. Von Island werden wir über Kopenhagen zurück nach Deutschland fliegen.
Damit bleibt nicht mehr viel Zeit.
Eigentlich hätten wir gerne noch einen berühmten isländischen Hotdog probiert, doch inzwischen ist es fast 21 Uhr und viele Möglichkeiten schließen bereits. Also bleibt es an diesem Abend bei der warmen Suppe. Nach diesem Tag können wir uns darüber allerdings kaum beschweren.
Beim abschließenden Fazit überwiegt ganz klar die Begeisterung. Natürlich ist es schade, dass unsere große Mission rund um die totale Sonnenfinsternis aufgrund der Wolkendecke nicht so verlaufen ist, wie wir es uns ursprünglich erhofft hatten. Wir sind schließlich genau wegen dieses Ereignisses nach Island gekommen und haben viel Zeit in die Vorbereitung investiert.
Doch diese Reise hat uns gleichzeitig gezeigt, dass Island viel mehr zu bieten hat als ein einziges Naturereignis.
Wir haben geothermale Landschaften erlebt, sind durch endlose Vulkanfelder gefahren, haben spektakuläre Küsten und Klippen gesehen und standen schließlich so nah an gewaltigen Wasserfällen, dass wir komplett durchnässt wurden. Viele dieser Erlebnisse waren vorher überhaupt nicht der eigentliche Grund unserer Reise – und genau sie werden uns vermutlich besonders lange in Erinnerung bleiben.
Gljúfrabúi und die benachbarten Wasserfälle sind dafür das perfekte Beispiel. Von außen kann ein Wasserfall auf Bildern beeindruckend aussehen. Doch erst wenn man selbst über die nassen Steine steigt, das Rauschen immer lauter wird, die Gischt im Gesicht spürt und schließlich direkt zwischen den Felswänden vor den herabstürzenden Wassermassen steht, versteht man, warum solche Orte Menschen aus der ganzen Welt nach Island ziehen.
Unser letzter voller Tag wird damit zu einem würdigen Abschluss dieser Reise.
Und eines steht nach diesen Tagen definitiv fest: Island möchten wir wiedersehen.
Es gibt noch unzählige Orte, Landschaften und Regionen, die wir auf dieser kurzen Reise überhaupt nicht besuchen konnten. Vielleicht wird es deshalb irgendwann eine weitere Reise auf diese außergewöhnliche Insel geben. Bis dahin bleibt uns die Erinnerung an eine Reise voller Überraschungen, spektakulärer Natur und Momente, bei denen eigentlich nur ein Wort wirklich passend erscheint: Wow.
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